Sie benötigen regelmäßig für ein paar Stunden Entlastung bei der Betreuung ihres Angehörigen mit Behinderung und wünschen sich eine zuverlässige, herzliche und erfahrene Betreuungsperson? MAMU ist Ihr Ansprechpartner!


Wir unterstützen Angehörige von pflegebedürftigen kleinen und großen Menschen, mit Herz und Erfahrung. Unsere weiteren Leistungsangebote beziehen sich auf den Bereich Assistenz. Im Folgenden finden Sie alle Informationen zu den einzelnen
Leistungen sowie Informationen für weitere Leistungen für Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen. 

EINZELBETREUUNG

Wir bieten Einzelbetreuung für kleine und große Menschen mit Pflegebedarf im Rahmen der Verhinderungspflege.

Die Verhinderungspflege ist in § 39 des SGB XI verankert und bietet pflegenden Angehörigen eine stundenweise Entlastung. 

Verhinderungspflege wird beantragt, wenn Sie die Aufgabe der Pflege vorübergehend nicht wahrnehmen können, weil Sie aufgrund von Terminen verhindert sind, krank sind oder eine Auszeit der Pflege brauchen. 

Die Pflegeversicherung übernimmt für Angehörige von Pflegebe-dürftigen, die mindestens einen Pflegegrad 2 haben, bis zu 1.612 € pro Kalenderjahr als Unterstützungswert. 

Die Kosten der Betreuung von uns betragen 22,50 Euro pro Stunde.

Die Abrechnung und Übernahme erfolgt über die Pflegekasse. Der Ablauf ist unkompliziert: Wir bestätigen unseren Betreuungseinsatz bei Ihnen mit unserer Unterschrift auf dem Formular der Pflegekasse und nachdem Sie das Formular eingereicht haben, wird Ihnen der der Betrag für die Betreuung auf Ihrem Konto erstattet.

Werden die Mittel der Kurzzeitpflege nicht genutzt, kann die Verhinderungspflege mit 50% des Betrages der Kurzzeitpflege

auf 2.418 € aufgestockt werden.

Gut zu wissen:

Während der Inanspruchnahme von Verhinderungspflege wird die Hälfte des Pflegegeldes weitergezahlt. Nehmen Pflegebedürftige die Verhinderungspflege stundenweise für weniger als acht Stunden am Tag in Anspruch, können sie daneben für diesen Tag das volle Pflegegeld beanspruchen. Auszug Quelle www.bvkm.de

Weitere wissenswerte Informationen

ASSISTENZ UND BEGLEITUNG IN ALLTAG UND FREIZEIT

Seit 2020 haben Menschen mit Behinderung durch das Bundesteilhabegesetz einen Rechtsanspruch auf Assistenz. Diese beziehen sich auch auf die Assistenz in der Freizeit sowie im Haushalt. Die rechtliche Grundlage für die Assistenz-Leistungen im Bereich "Soziale Teilhabe" ist das Sozialgesetzbuch 9, Paragrafen 78 und 81 (SGBIX, § 78 und 81).

Wir helfen Menschen mit Behinderung bei der Arbeit, in der Schule, beim Studium, zu Hause oder in der Freizeit. Dabei bieten wir:

 

  • Hilfen bei der Kommunikation

  • Begleitung zur Kita, Schule und Beruf sowie Urlaubsbegleitung 

  • Freizeitgestaltung (zum Beispiel Ausflüge, Theater, Kino, Museum, Urlaubs-Begleitung)

  • Begleitung bei Kursen der Volkshochschule und anderen 
    Bildungsangeboten

  • Hilfen für Eltern mit (geistiger) Behinderung und ihre Kinder

hilfen zum erwerb praktischer kenntnisse

Als Leistungen der Eingliederungshilfe können Hilfen zum Erwerb praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten, die für die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft erforderlich sind, gewährt werden. Hierzu zählen z. B. Fördermaßnahmen, die zu einer möglichst selbstständigen Haushaltsführung und räumlichen Orientierung beitragen.

Hilfen zur teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen leben

Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben umfassen unter anderem:

 

  • Hilfen, die die Begegnung mit nichtbehinderten Menschen fördern,

  • Hilfen zum Besuch von Theatern, Kinos, Sportveranstaltungen, Gottesdiensten und ähnlichen Veranstaltungen oder Einrichtungen und

  • die Bereitstellung von Zeitungen, Fernsehgeräten, Radios und vergleichbaren Hilfsmitteln, wenn wegen Art oder Schwere der Behinderung anders eine Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft nicht oder nur unzureichend möglich ist.

Außergewöhnliche belastungen und behindertenpauschbetrag

 

Eltern können in ihrer Steuererklärung außergewöhnliche Belastungen, die durch die Behin­derung des Kindes entstehen, geltend machen. Die Höhe des Behindertenpausch­betrags richtet sich nach dem Grad der Behin­derung. Derzeit liegt die Pauschale zwischen 310 und 1 420 Euro. Gilt ein Kind gemäß Eintrag im Schwerbehinderten­ausweis als hilf­los, erhöht sich die Pauschale auf 3 700 Euro. Eltern können weitere außergewöhnliche Belastungen wie Fahrt­kosten oder Baukosten für den Umbau der Wohnung angeben. Pflegen sie, erhalten sie außerdem einen Pflegepausch­betrag von 924 Euro, sofern das Kind hilf­los ist oder Pfle­gegrad 4 oder 5 hat.

ENTLASTUNGSBETRAG

Zusätzlich kann ein monatlicher Entlastungsbetrag von 125 € geltend gemacht werden. Dieser Betrag kann genutzt werden, um z.B.:

 

  • Begleitung im Alltag zu Terminen und Behördengängen zu sichern

  • Um Ihren Angehörigen von einem Betreuer auf Veranstaltungen begleitet zu wissen 

  • Für Spaziergänge und andere Freizeitaktivitäten

Der Entlastungsbetrag steht jedem Pflegebdürftigen unabhängig vom Pflegegrad zu und kann bis zum 30. Juni des Folgejahres in Anspruch genommen werden, auch wenn der gesamte Betrag nicht genutzt wurde und somit noch ein Überschuss besteht. 

Wir begleiten den Pflegebedürftigen auch in seine Einrichtung oder in Betreuungsgruppen. 

Der Entlastungsbetrag wird von der Pflegekasse als Kostener-stattung geleistet. Der Pflegebedürftige weist nach, dass er bestimmte qualitätsgesicherte Leistungen zur Förderung seiner Selbstständigkeit im Alltag oder zur Entlastung pflegender Angehöriger in Anspruch genommen hat. Dazu gehören

 

  • die Leistungen der Tages- und Nachtpflege,

  • die Leistungen der Kurzzeitpflege,  die Leistungen der ambulanten Pflegedienste und

  • die Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag.

 

Hinsichtlich der Angebote von ambulanten Pflegediensten gilt für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 die Einschränkung, dass der Entlastungsbetrag nicht für Leistungen im Bereich der Selbstversorgung (also z. B. nicht für die Unterstützung beim An- und Ausziehen oder beim Toilettengang) eingesetzt werden darf. Er kann aber z. B. für die Hilfe bei Reinigungsarbeiten und der Wäschepflege verwendet werden.  Nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag werden z. B. von Familienentlastenden Diensten, ehrenamtlichen Helferkreisen sowie Serviceangeboten für haushaltsnahe Dienstleistungen erbracht.

Sie können die Betreuung von Pflegebedürftigen, Hilfen bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben, wie z. B. Haushaltsführung, Umgang mit Behörden oder Begleitung zum Einkauf sowie die organisatorische, beratende und emotionale Unterstützung pflegender Angehöriger beinhalten.

Antrag auf Verhinderungspflege

Ein Antrag auf Leistungen der Verhinderungspflege wird bei der zuständigen Pflegekasse gestellt.

Manche Pflegekassen stellen auf ihrer Internetpräsenz ein Formular zur Verfügung, das Sie sich herunterladen können. 

Bei der Antragstellung sind wir Ihnen gern behilflich.