LEISTUNGEN IM RAHMEN DER EINGLIEDERUNGSHILFE

EINGLIEDERUNGSHILFE

„Eingliederungshilfe“ ist die finanzielle Unterstützung für Leistungen, die Menschen mit Behinderungen bekommen, um möglichst genauso am Leben teilnehmen zu können wie Menschen ohne Behinderungen. Die Teilhabe soll für die Arbeitswelt, das Wohnen aber auch alle anderen Bereiche gelten.

Menschen mit einer nicht nur vorübergehenden geistigen, körperlichen oder psychischen Behinderung haben Anspruch auf Eingliederungshilfe nach dem SGB XII, wenn ihre Fähigkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben durch die Behinderung wesentlich eingeschränkt ist.

Die Leistungen der Eingliederungshilfe werden erbracht, um die Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und behinderten Menschen so die Chance zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu eröffnen.  (Quelle: www.lwl.org)

Ab 2020 ist die Eingliederungshilfe nicht mehr Teil der Sozialhilfe. Das Recht darauf, als Mensch mit Behinderungen Unterstützung zu bekommen, wird ein eigenes Leistungsgesetz im Sozialgesetzbuch. Im BTHG steht, dass der einzelne Mensch bei der Gestaltung der Unterstützung im Mittelpunkt stehen soll. Es wird auch aufgeschrieben, dass es eine ganzheitliche Bedarfsermittlung geben soll. „Ganzheitlich“ heißt, dass man sich alle Lebensbereiche des Menschen genau anschaut, und dann mit ihm gemeinsam entscheidet, welche Unterstützung sinnvoll ist.

(Quelle: www.bthg2020.lwl.org)

BTHG ist die Abkürzung für „Bundesteilhabegesetz“. Das ist eigentlich auch eine Abkürzung. Offiziell heißt das Bundesteilhabegesetz „Gesetz zur Stärkung der Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen“

(Quelle: www.bthg2020.lwl.org)

Als Leistungen der Eingliederungshilfe können Hilfen zum Erwerb praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten, die für die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft erforderlich sind, gewährt werden. Hierzu zählen z. B. Fördermaßnahmen, die zu einer möglichst selbstständigen Haushaltsführung und räumlichen Orientierung beitragen.

 

Hilfen zur teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen leben

 

Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben umfassen unter anderem:

 

  • Hilfen, die die Begegnung mit nichtbehinderten Menschen fördern, 

  • Hilfen zum Besuch von Theatern, Kinos, Sportveranstaltungen, Gottesdiensten und ähnlichen Veranstaltungen oder Einrichtungen und 

  • die Bereitstellung von Zeitungen, Fernsehgeräten, Radios und vergleichbaren Hilfsmitteln, wenn wegen Art oder Schwere der Behinderung anders eine Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft nicht oder nur unzureichend möglich ist.

HILFEN ZUM ERWERB PRAKTISCHER KENNTNISSE

ASSISTENZ UND BEGLEITUNG IN ALLTAG UND FREIZEIT

Seit 2020 haben Menschen mit Behinderung durch das Bundesteilhabegesetz einen Rechtsanspruch auf Assistenz. Diese beziehen sich auch auf die Assistenz in der Freizeit sowie im Haushalt. Die rechtliche Grundlage für die Assistenz-Leistungen im Bereich "Soziale Teilhabe" ist das Sozialgesetzbuch 9, Paragrafen 78 und 81 (SGBIX, § 78 und 81).

MAMU bietet Assistenz in Alltag und Freizeit für Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftige.

Außerdem ist MAMU Ansprechpartner für Integrationsassistenz in Kindertagesstätten und allen weiteren Einrichtungen für Menschen mit Behinderung und Pflegebedürftigen.

MAMU hilft Menschen mit Behinderung bei der Arbeit, in der Schule, beim Studium, zu Hause oder in der Freizeit, u.a.:

 

  • Hilfen bei der Kommunikation (Erlernen der Gebärdensprache)

  • Begleitung zur Kita, Schule und Beruf sowie Urlaubsbegleitung  

  • Freizeitgestaltung (zum Beispiel Ausflüge, Theater, Kino, Museum, Urlaubs-Begleitung)

  • Begleitung bei Kursen der Volkshochschule und anderen 
    Bildungsangeboten

  • Hilfen für Eltern mit (geistiger) Behinderung und ihre Kinder

ENTWICKLUNGSFÖRDERUNG/ FRÜHFÖRDERUNG

MUSIKTHERAPEUTISCHE FRÜHFÖRDERUNG

Sie machen sich Gedanken um die Entwicklung Ihres Kindes? Sie möchten es so früh und so gut wie möglich auf seinem individuellen Weg fördern? MAMU bietet eine frühe, ganzheitliche Entwicklungsförderung mit musiktherapeutischem Schwerpunkt. 

UK Gebärden Münsterland

UK Gebärden Münsterland

WAS IST FRÜHFÖRDERUNG?

Der Begriff Frühförderung ist eine Sammelbezeichnung für pädagogische und therapeutische Maßnahmen für Kinder, die von einer Behinderung betroffen oder bedroht sind. Die Maßnahmen der Frühförderung umfassen den Zeitraum der ersten Lebensjahre und können sich bis zum Kindergarten­eintritt oder bis zur Einschulung erstrecken. (Quelle: Wikipedia)

 

Ebenso richtet sich das Angebot der Frühförderung an Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und Entwicklungsstörungen. 

Mit konkreten, indikationsgerichteten Übungen wird das Kind in seinen individuellen Förderbereichen gezielt und kontinuierlich unterstützt. 

Eine Förderungseinheit besteht aus 45 Minuten intensiver Förderung und 15 Minuten Vor & Nachgespräch mit der Mutter, den Eltern oder anderen Bezugspersonen, die das Kind zur Frühförderung begleiten bzw. zuhause vor Ort sind.

 

In der Regel findet die Frühförderung 1 bis 2 mal wöchentlich über einen Zeitraum von einem Jahr statt.

 

INHALTE DER FRÜHFÖRDERUNG

Ziel der Frühförderung ist es für MAMU, Ressourcen des Kindes stärken und einen ganzheitlichen Förderprozess anregen, der das Kind dazu befähigt, ein positives Selbstbild zu entwickeln und sich bestmöglich weiter zu entwickeln.

Verwendung findet pädagogisches Material in Verbindung mit Musik, beispielsweise in Form von Gebärdenliedern oder "Malen nach Musik" sowie nach den individuellen Bedürfnissen des Kindes folgende Materialien:

  • Sprachförderung: GuK, Kinderbücher mit Gebärden, Wort & Bildkarten, Gebärdenlieder (Gebärden der UK Münsterland)

  • Wahrnehmungsförderung: Therapiebohnen, Sandbox, Ton und Töpferscheibe, Fingermalfarben , Matschküche, Bällebad

  • "Heilpädagogische Spieltherapie": Rollenspiel, Handpuppen, Kaufmannsladen/Küche & Zubehör, Selbstständigkeitsübungen

  • Fein-und Grobmotorik: Magnetbausteine, Steck und Fädelspiele, Steckpuzzle, Bausteine etc. 

  • Motorik/Bewegung: Trampolin, Schaukel, Nestschaukel, Hängematte