BETREUUNG(IM RAHMEN DER VERHINDERUNGSPFLEGE)

Übernahme der Kosten

MAMU bietet Einzelbetreuung für kleine und große Menschen mit Pflegebedarf im Rahmen der Verhinderungspflege an. 

Die Verhinderungspflege ist in § 39 des SGB XI verankert und bietet pflegenden Angehörigen eine stundenweise Entlastung. 

Verhinderungspflege wird beantragt, wenn Sie die Aufgabe der Pflege vorübergehend nicht wahrnehmen können, weil Sie aufgrund von Terminen verhindert sind, krank sind oder eine Auszeit der Pflege brauchen. 

Die Pflegeversicherung übernimmt bis zu 1.612 € pro Kalenderjahr als Unterstützungswert für Angehörige Pflegebedürftigen, die mindestens einen Pflegegrad 2 haben. Werden die Mittel der Kurzzeitpflege nicht genutzt, kann die Verhinderungspflege mit 50% des Betrages der Kurzzeitpflege auf 2.418 € aufgestockt werden. Die Kosten der Betreuung von MAMU betragen 22,50 Euro pro Stunde zzgl. einer Fahrtkostenpauschale von 3,90 Euro.

Gut zu wissen:

Während der Inanspruchnahme von Verhinderungspflege wird die Hälfte des Pflegegeldes weitergezahlt. Nehmen Pflegebedürftige die Verhinderungspflege stundenweise für weniger als acht Stunden am Tag in Anspruch, können sie daneben für diesen Tag das volle Pflegegeld beanspruchen. Auszug Quelle www.bvkm.de

ANTRAGSTELLUNG

Ein Antrag auf Leistungen der Verhinderungspflege wird bei der zuständigen Pflegekasse gestellt.

Manche Pflegekassen stellen auf ihrer Internetpräsenz ein Formular zur Verfügung, das Sie sich herunterladen können. 

Der Ablauf ist unkompliziert: MAMU bestätigt den Betreuungseinsatz auf einem Formular Ihrer Pflegekasse, und nachdem Sie das Formular eingereicht haben, wird Ihnen der Betrag auf Ihr Konto erstattet.

Bei der Antragstellung ist MAMU Ihnen gern behilflich.

WEITERE LEISTUNGEN UND WISSENSWERTE INFORMATIONEN

ENTLASTUNGSBETRAG

AUßERGEWÖHNLICHE BELASTUNGEN UND BEHINDERTENPAUSCHBETRAG

Zusätzlich kann ein monatlicher Entlastungsbetrag von 125 € geltend gemacht werden. Dieser Betrag kann genutzt werden, um z.B.:

 

  • Begleitung im Alltag zu Terminen und Behördengängen zu sichern

  • Um Ihren Angehörigen von einem Betreuer auf Veranstaltungen begleitet zu wissen 

  • Für Spaziergänge und andere Freizeitaktivitäten

Der Entlastungsbetrag steht jedem Pflegebdürftigen unabhängig vom Pflegegrad zu und kann bis zum 30. Juni des Folgejahres in Anspruch genommen werden, auch wenn der gesamte Betrag nicht genutzt wurde und somit noch ein Überschuss besteht. 

Wir begleiten den Pflegebedürftigen auch in seine Einrichtung oder in Betreuungsgruppen. 

Der Entlastungsbetrag wird von der Pflegekasse als Kostener-stattung geleistet. Der Pflegebedürftige weist nach, dass er bestimmte qualitätsgesicherte Leistungen zur Förderung seiner Selbstständigkeit im Alltag oder zur Entlastung pflegender Angehöriger in Anspruch genommen hat. Dazu gehören

 

  • die Leistungen der Tages- und Nachtpflege,

  • die Leistungen der Kurzzeitpflege,  die Leistungen der ambulanten Pflegedienste und

  • die Leistungen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag.

 

Hinsichtlich der Angebote von ambulanten Pflegediensten gilt für Pflegebedürftige der Pflegegrade 2 bis 5 die Einschränkung, dass der Entlastungsbetrag nicht für Leistungen im Bereich der Selbstversorgung (also z. B. nicht für die Unterstützung beim An- und Ausziehen oder beim Toilettengang) eingesetzt werden darf. Er kann aber z. B. für die Hilfe bei Reinigungsarbeiten und der Wäschepflege verwendet werden.  Nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag werden z. B. von Familienentlastenden Diensten, ehrenamtlichen Helferkreisen sowie Serviceangeboten für haushaltsnahe Dienstleistungen erbracht.

Sie können die Betreuung von Pflegebedürftigen, Hilfen bei der Erledigung alltäglicher Aufgaben, wie z. B. Haushaltsführung, Umgang mit Behörden oder Begleitung zum Einkauf sowie die organisatorische, beratende und emotionale Unterstützung pflegender Angehöriger beinhalten.

Eltern können in ihrer Steuererklärung außergewöhnliche Belastungen, die durch die Behin­derung des Kindes entstehen, geltend machen. Die Höhe des Behindertenpausch­betrags richtet sich nach dem Grad der Behin­derung. Derzeit liegt die Pauschale zwischen 310 und 1 420 Euro. Gilt ein Kind gemäß Eintrag im Schwerbehinderten­ausweis als hilf­los, erhöht sich die Pauschale auf 3 700 Euro. Eltern können weitere außergewöhnliche Belastungen wie Fahrt­kosten oder Baukosten für den Umbau der Wohnung angeben. Pflegen sie, erhalten sie außerdem einen Pflegepausch­betrag von 924 Euro, sofern das Kind hilf­los ist oder Pfle­gegrad 4 oder 5 hat.